Long-Term Exchange

Ein Schuljahr im Ausland

Das ist der Long-Term Exchange

Ein Schuljahr im Ausland verbringen und andere Austauschschüler*innen aus der ganzen Welt kennen lernen – das ermöglicht der Long-Term Exchange. Für jeden Outbound, den wir aus Österreich entsenden, nehmen wir auch einen Inbound für ein Schuljahr bei uns auf.

So verbringst du dein Schuljahr im Ausland

Ob Südamerika, Asien, Europa, Afrika oder Nordamerika, wir pflegen weltweit Kontakte zu Rotary-Partnerdistrikten. Während deinem Long-Term Exchange wohnst du bei mehreren Gastfamilien, besuchst die Schule und erlebst so die Kultur deines Gastlandes aus unterschiedlichsten Perspektiven. Bei den regelmäßig von Rotary organisierten Treffen mit anderen Austauschschüler*innen, lernst du Jugendliche aus der ganzen Welt kennen und knüpfst Freundschaften, die dich ein Leben lang begleiten werden.

bis Ende Oktober
November-Dezember
Mitte/Ende April
Mai-Juli
Juli/August

Bewerbung

Bewerbungen werden grundsätzlich ganzjährig bis Ende Oktober entgegengenommen. Ab Ende Oktober werden nur noch vereinzelt Restplätze, soweit verfügbar, vergeben. 

Auswahl

Zwischen November und Dezember erfolgt die Auswahl der Teilnehmer*innen anhand von bestimmten Kriterien. Je nach Gastland bekommen viele Teilnehmer*innen schon einen fixen Zielort zugewiesen. 

Orientation

Ende April findet eine zweitägige Orientation statt. Die Austauschschüler*innen werden speziell auf ihr Zielland geschult und auf den Austausch vorbereitet. Am letzten Tag der Orientation findet ein Briefing für die Eltern der Teilnehmer*innen statt. 

Vorbereitung

In dieser Zeit erfolgen die restlichen Vorbereitungen wie Buchung des Fluges, Beantragung des Visums und der Abschluss der Versicherung. Außerdem wird Kontakt zu den Ansprechpersonen im Zielland und mit der Gastfamilie aufgenommen. Ende Juni findet noch eine eintägige Orientation statt, wo die letzten Details besprochen werden. 

Austausch

Zwischen Anfang Juli bis Mitte August beginnt dann der Austausch. Der genaue Zeitpunkt der Abreise ist je nach Gastland unterschiedlich. Der Austausch dauert 10-11 Monate (ein Schuljahr).

Erfahrungsberichte

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Valerie

2022/23 - Argentinien

Mein erstes Mal in Südamerika und das ganz allein – kurz vor meiner Abreise war ich ziemlich aufgeregt und fragte mich ständig, was mich wohl erwarten würde. Doch als ich in Buenos Aires ankam und meine Gastfamilie mich mit einem großen Lächeln und offenen Armen empfing, fiel die Anspannung sofort von mir ab, und ich wusste, dass alles gut werden würde.

Nach nur einer Woche in der Hauptstadt flogen wir weiter in meine neue Heimat, Bariloche. Da es gerade Winter war, stand ich schon bald auf dem Snowboard in den Anden. Doch auch im Sommer verbrachte ich unzählige Stunden mit meinen Freunden am Strand mit Tereré (kaltem Mate mit Saft). In der argentinischen Kultur dreht sich alles um Gemeinschaft. Alles wird geteilt – sei es das Asado (Grillerei), Truco (Kartenspiel) oder auch der Mate.

Was Argentinien für mich besonders auszeichnet, ist die Größe und Vielfalt des Landes. Das wurde mir vor allem auf der 4-wöchigen Rotary-Reise durch Argentinien bewusst. Gemeinsam mit 60 anderen Austauschschülern aus aller Welt bereiste ich den warmen Norden des Landes. Die weißen Sandwüsten und die roten Nationalparks gehören zu meinen schönsten Erinnerungen. Doch auch die Menschen um mich herum schloss ich nach nur kurzer Zeit in mein Herz.  Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass ich nun Freunde auf allen Kontinenten habe.

Die Erfahrungen, die ich dank Rotary Youth Exchange sammeln durfte, würde ich für nichts auf der Welt eintauschen.

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Nikola

2023/24 - Taiwan

Das Jahr 2023/2024 hat mich grundlegend verändert und für mein Leben geprägt. In diesem Jahr hatte ich die Möglichkeit ein Austauschjahr in Taiwan zu verbringen. Taiwan ist eine Nation geprägt von Traditionen und Natur. Die kleine Insel bietet mit wunderschönen Stränden, Metropolen, hohe Berge, tiefe Klippen und vielen Inseln alles was das Herz begehrt. Durch meine 3 Gastfamilien konnte ich auch viele Facetten der taiwanesischen Gesellschaft sehen. Besonders ein wahres Chinesisches Neujahr mitzuerleben war unglaublich. Die Schule war gelegentlich langweilig, wurde aber durch meine Klassenkameraden und anderen Austauschschüler zu einer lustigen Angelegenheit. Der chinesische Sprachkurs war auch sehr unterhaltsam und dort habe ich auch unter den anderen Austauschschüler/innen Freunde fürs Leben gefunden. Unter dem Jahr haben wir Austauschschüler auch gemeinsam das Land bereist und Ureinwohner kennengelernt. Die Trips und meiner 3 Gastfamilie waren wirklich das Highlight meines Austauschs. Diese Entscheidung hat mein Leben verändert und mich für immer geprägt. Wegen Taiwan studiere ich auch jetzt Translationswissenschaft.

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Florian

2023/24 - Brasilien

Was in der Zeitung geschrieben steht, ist wohl nur ein kleiner Teil von dem, was Brasilien wirklich zu bieten hat. Das war mir bereits bewusst, als ich in mein Flugzeug nach São Paulo saß.

Schon bevor meiner Abreise hatte ich meine Gastfamilie in mein Herz geschlossen. Unsere erste Begegnung fühlte sich eher an, als hätte man einen jahrelangen Schulfreund nach etlichen Jahren wiedergetroffen. Die Herzlichkeit, mit der ich in ihren Kreis der Familie aufgenommen wurde, war weit über das hinaus, was ich jemals erwartet hätte.

Diese Herzlichkeit und Liebe sowie der unendlich strömende Optimismus in einem Land, das von Korruption und Naturkatastrophen gebeutelt ist, haben mich inspiriert und mich für mein Leben geprägt. Selbstverständliche Dinge, wie ein funktionierendes Sozialsystem, Krankensystem und Altersvorsorge, werden von einem Tag auf den anderen zu einem Privileg und zeigen, wie gut es uns in Europa geht.

Neben Kultur, Reflexion und Zwischenmenschlichem bietet Brasilien mit seiner außergewöhnlichen Natur im Amazonas einen Einblick in eines der schönsten Naturspektakel dieser Welt. Man hat Gelegenheit, die Urlaubs- und Feierlaune an den tollen Sandstränden zu erleben und lernt noch dazu eine Sprache, die einen für immer mit diesem Land und der facettenreichen Kultur binden wird.

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Katharina

2022/23 - Spanien

Mein Auslandsjahr in Spanien war mit eine der schönsten und prägendsten Erfahrungen in meinem Leben – auch wenn Spanien eigentlich gar nicht meine erste Wahl war! Ich hatte wenig Vorstellung davon, was mich im Urlaubsparadies Teneriffa erwarten würde, und kein Wort Spanisch gesprochen, doch genau diese Ungewissheit machte dieses Jahr so besonders. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem es endlich los ging. Ich war schon den ganzen Tag total nervös gewesen, doch als ich von meiner Gastfamilie und meinem Counselor herzlichst am Flughafen begrüßt wurde, verfolg die Aufregung schnell. Meine Gastfamilie behandelte mich von Anfang an wie ihre eigene Tochter, wodurch sich die Kanaren schon bald wie ein zweites Zuhause anfühlten. Ein besonderer Teil meines Auslandjahres waren definitiv auch die Freundschaften, die ich schließen durfte. Dank Rotary hatte ich die Möglichkeit Austauschschüler*innen aus der ganzen Welt zu treffen und mit ihnen gemeinsam Spanien zu bereisen. Mit der Unterstützung meiner Gastfamilie und neuen Freunden verbesserte ich meine Sprachkenntnisse nach und nach und spreche heute fließend Spanisch. Spanien wurde für mich zu einer zweiten Heimat, voller wertvoller Erinnerungen, tollen Freundschaften und einer neuen Familie, die immer einen Platz in meinem Herzen haben wird.

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Emily

2022/23 - USA

Als ich mich für ein Auslandsjahr in den USA bewarb, ahnte ich nicht, dass es das beste Jahr meines Lebens werden würde. Mit großer Vorfreude und ein wenig Zweifel stieg ich im August 2023 ins Flugzeug und landete in einem kleinen Ort in Colorado. Meine erste Gastfamilie nahm mich herzlich auf, und ich fühlte mich von der ersten Sekunde an wie ein Teil der Familie.

Plötzlich war alles anders als in Österreich – die Schule, die Freundschaften und die Sprache. Doch gerade diese Unterschiede machten das Jahr so besonders. Die High School mit ihrem starken Gemeinschaftsgefühl, die spannenden Sportevents und die vielen Ausflüge mit anderen rotarischen Austauschschüler*innen schenkten mir unvergessliche Erlebnisse und prägten meine Zeit dort.

Am Ende dieses Jahres fühle ich mich bereichert und verändert. Ich habe nicht nur eine neue Kultur und Sprache kennengelernt, sondern auch zwei neue Familien und wunderbare Freunde gewonnen. Mir ist klar geworden, dass es nicht nur ein Jahr in meinem Leben war, sondern dass ich in diesem Jahr ein neues Leben geschaffen habe.

Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass wahres Wachstum nur entsteht, wenn man seine Komfortzone verlässt. Ich bin unglaublich dankbar für jede Erfahrung und jedes Abenteuer, das mir der Rotary Youth Exchange ermöglicht hat.

TichlerGratia

Gratia

2023/24 - Kanada

Und dann saß ich im Flieger. Man glaubt gar nicht wie schnell ein Jahr Vorbereitungszeit vorbei geht. Meine erste Hostfamilie hat mich direkt am Flughafen abgeholt und ab ging’s auf in ein Abenteuer. Ich durfte so vieles erleben, von Städte Trips bis zu Hockey spielen und Familienfesten. Im Februar dann der umso schwerere Wechsel. Doch auch meine zweite Hostfamilie war super. Und mit einem kurzen Augenschließen war Ostern, die final exams sowie der Abschlussball wieder vorbei. Ich durfte in diesem Jahr so viel Neues sehen und so viele tolle Leute kennenlernen, ich habe gelernt aus mir herauszugehen, zu wachsen und auf kleine Dinge zu achten die man oft vergisst.

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Magnus

2019/20 - Japan

Als ich mich 2019 dazu entschlossen habe, ein Austauschjahr mit Rotary zu machen, wusste ich von Anfang an, dass ich nach Japan wollte. Zum Glück gab es dort auch noch einen Platz für mich, denn somit konnte mein Abenteuer beginnen. Besonders beim Beantragen der Dokumente, aber auch in allen anderen Belangen, war mein Sponsor Club in Österreich eine große Hilfe. Als ich Anfang August in Japan ankam, wurde ich sofort herzlich in meinen Host Club aufgenommen. Meine Gastfamilie half mir dabei, Japanisch zu lernen und die Mitglieder des Rotary Clubs blieben mit mir stets in Kontakt. Insbesonders waren aber die ROTEX  Mitglieder des Distrikts 2770 eine wichtige Unterstützung und stellten sicher, dass die anderen Austauschschüler*innen und ich alles hatten, was wir brauchten. Dank meines Austauschjahres konnte ich nicht nur das Land entdecken und die japanische Sprache erlernen, sondern auch viele neue Leute treffen, mit denen ich noch bis heute in Kontakt bin.

JuvanLilly

Lilly

2019/20 - Neuseeland

Im Jahr 2019/20 habe ich mein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht. Rotary gab mir die Chance ein Land kennenzulernen, wo Freundlichkeit an erster Stelle steht. Diese Erfahrung drehte mein Leben um 180 Grad. Ich fand sofort neue Freunde und meine 3 Gastfamilien sowie mein Counsellor waren immer für mich da. Die wöchentlichen Meetings mit meinem Rotary Club waren das Highlight meiner Wochen, wobei viele Clubmitglieder mir die Chance gaben, Teile von Neuseeland mit ihnen zu entdecken. Auch organisierte Reisen von Rotary, wie eine Südinseltour oder Milford Sound Tramp brachten mir nicht nur die Kultur von Neuseeland näher, sondern ließen mich auch andere Austauschschüler*innen und deren Erfahrungen besser kennenlernen. Mein Auslandsjahr mit Rotary war eine der besten Entscheidungen, die ich niemals bereuen werde.

DobetsbergerEmil

Emil

2017/18 - Kolumbien

Obwohl ich den europäischen Kontinent zuvor noch nie verlassen hatte, wagte ich mit fünfzehn Jahren den Sprung über den Ozean nach Südamerika. Nachdem ich die lange Reise überstanden hatte, wurde ich in Kolumbien von einer Familie empfangen, die mich sofort in ihr Herz schloss und mir ermöglichte, ein Jahr lang weite Teile eines neuen Landes und Kontinents und viele neue Menschen kennenzulerenen sowie Erfahrungen zu machen, die heute einen großen Teil meiner Persönlichkeit definieren. Ob in der dortigen Schule, unterwegs im Amazonas oder an den schönsten Orten der Karibikküste, überall durfte ich wundervolle Momente erleben, für die ich bis heute sehr dankbar bin.

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ROTEX Austria ist der Verein der ehemaligen rotarischen Austauschüler*innen in Österreich. Mit ihren Erfahrungen unterstützen sie die nachfolgenden Jahrgänge vor, während und nach dem Austausch. Die authentischen Erfahrungs berichte aus erster Hand sind für alle Beteiligten eine wertvolle Ressource. Außerdem beteiligt sich ROTEX Austria an der Weiterentwicklung der Austauschprogramme und trägt so wesentlich zur Verbesserung dieser bei. Rückkehrende Austausch­schüler*innen haben nach dem Long­Term Exchange die Möglichkeit, bei den Vereinsveranstaltungen andere ehemalige Austauschschüler*innen kennenzulernen und mit diesen in Kontakt zu bleiben.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Allgemeines zum Long-Term Exchange

Nein. Das liegt daran, dass die Erfahrung gezeigt hat, dass ein halbes Jahr nicht ausreicht, um sich im Gastland wirklich einzuleben und das "neue Leben" noch einige Monate zu genießen. 

Das hängt von der Region ab, grundsätzlich im Alter von 15-18 Jahren. 

Selbst zu zahlen sind:

  • Bearbeitungsgebühren: ca. 1.100€
  • Flug
  • Versicherung
  • Visakosten

Als Austauschschüler*in bekommst du vom Host Club (der für Dich verantwortliche Club im Ausland) ein monatliches Taschengeld, um Alltagskosten und einen Teil der Freizeitkosten abzudecken. Benötigst Du mehr, sind die Mehrkosten selbst zu tragen.

Je nach Region dauert ein Austauschjahr meist zwischen 10 und 12 Monaten.

Der Gastclub im Ausland.

Schule

Der Host Club (der für Dich verantwortliche Rotary Club im Ausland) wählt die Schule für Dein Auslandsjahr aus.

Nein, das Schuljahr im Ausland wird grundsätzlich angerechnet. Wiederholen ist auf Wunsch möglich.

Nein, nach der Rückkehr nach Österreich beginnst Du ohne Prüfungen die neue Schulstufe. 

Sollten Kosten anfallen, so begleicht diese der Host Club.

Man benötigt keine Pflichtfächer für die Anrechnung des Jahres in Österreich. Welche Fächer man im Ausland belegt, hängt vom jeweiligen Schulsystem ab.

Auswahl des Gastlandes

Bei der Bewerbung zum Long-Term Exchange gibt man drei Länder nach Präferenz geordnet an. Ob man in sein Wunschland kommt, erfährt man früh genug vom jeweiligen Länderreferenten.

Jeder Distrikt und viele Gastfamilien unternehmen in der Regel Reisen mit den Austauschschüler*innen. Reisen “auf eigene Faust” ist nicht vorgesehen. Generell sind Reisen, die nicht vom Distrikt selbst organisiert werden (also z.B. mit den Gastfamilien), dem Distrikt bekanntzugeben und es ist in jedem Fall das schriftliche Einverständnis der leiblichen Eltern einzuholen. 

Rotary International hat für alle Rotary Austauschschüler*innen geltende Regeln. Viele Distrikte haben zusätzlich individuelle Regeln. 

Fragen von Eltern & Gasteltern

Viele Distrikte im Ausland erlauben einen Besuch von den Eltern nicht. Auch wir raten grundsätzlich davon ab, da dies meistens ein Stressfaktor ist und Heimweh auslöst.

Grundsätzlich möglich. Es bedarf jedoch wie für jede Reise die Erlaubnis des Distriktes, der Gastfamilie und der leiblichen Eltern.

Das hängt vom jeweiligen Gastclub und den Gastfamilien ab.

Es besteht hier keinerlei Zwang. Allerdings sollte es das erklärte Ziel einer jeden Gastfamilie sein, dem Gastkind möglichst viel von der eigenen Kultur und dem eigenen Land zu zeigen. Das muss keinesfalls im Rahmen einer Reise geschehen, aber bspw. über kleinere Ausflüge. 

Erste Ansprechperson ist der*die Jugendkoordinator*in des Rotary Clubs. In weiterer Folge kann auch Kontakt zu den Regionalreferenten aufgenommen werden. 

Versicherung

Ja, die Auslandsversicherung ist eine Voraussetzung für den Austausch. Diesbezüglich steht Rotary natürlich beratend zur Seite.

Manche Distrikte schreiben es aus diversen Gründen (Einreise, Gesetzeslage, etc.) vor, in der Regel gibt der Jugendaustausch Auskunft, welche Versicherung abzuschließen ist. 

Dies variiert je nach Gastland und spielt sich in der Regel zwischen €500 und1500 ab. 

"Exchange is not a year in your life, it's a life in one year"

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